Allianz gegen Rechtsextremismus mit Bayerischem Bürgerpreises 2016 ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 zeichnet der Bayerische Landtag mit seinem Bürgerpreis jährlich vorbildliches bürgerschaftliches Engagement in Bayern aus. Unter dem Leitthema „70 Jahre in guter Verfassung. Wir leben und gestalten Demokratie“ hat die Jury das Engagement gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion nun besonders geehrt. Die „Allianz gegen Rechtsextremismus“ erhält den 1. Preis und ihre Mitgliedsinitiative „Wunsiedel ist bunt“ wird mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Pressemitteilung der Allianz -->

Pressemitteilung des Landtags --> 

Nach der Preisverleihung mit Frau Landtagspräsidentin Stamm
Preisverleihung, die Delegation der Allianz

Im Kampf gegen Rechtsextremismus, fanatischen Nationalismus und Rassismus, der sich in Franken und der Oberpfalz breit gemacht hat und immer noch neuen  Nährboden findet, kommt den Kommunen und den zivilgesellschaftlichen Gruppen eine Schlüsselrolle zu. Wie sie diese ausfüllen können, zeigt das neue  Handlungsprogramm der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion.

DAS AKTUALISIERTE HANDLUNGSPROGRAMM zum Download

Wir sagen gemeinsam NEIN zu Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Menschenverachtung und Demokratiefeindlichkeit.

Demos gegen Pegida in Fürth - 21.12.2016

Erneut will die extrem rechte Gruppierung Pegida Nürnberg eine Veranstaltung in Fürth abhalten. Nach dem bereits die Martinsumzüge einiger Fürther Kindergärten einem Pegida-Aufmarsch weichen mussten, versucht Pegida nun ihr rassistisches Gedankengut mit einer Gesangseinlage vor dem Rathaus in Fürth zu verbreiten.

Auch dieses Mal, am 21. Dezember 2016 wird es wieder Gegenveranstaltungen geben:

Vor dem Rathaus wird es ab 15 Uhr Proteste gegen Pegida geben.

Als Kontrastprogramm hört der Fürther Stadtrat in einer öffentlichen Sitzung einen Vortrag von Prof. Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrats und Theologe an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Beginn: 15 Uhr

Die Pfarrer Stefanie Schardien und Hans-Ulrich Pschierer von der Kirchengemeinde St. Michael werden ebenfalls um 15 Uhr als Maria und Josef verkleidet durch die Fußgängerzone zum Rathaus gehen.

Zudem lädt die Kirche an diesem Tag alle Fürtherinnen und Fürther zwischen 15 und 16 Uhr zum „gemeinsamen Weihnachtsliedersingen“ unter Leitung von Kirchenmusikdirektorin Ingeborg Schilffahrt ein.

Kurzinformation

Franken und insbesondere die Metropolregion Nürnberg sind zu einem „beliebten“ Aktionsgebiet der NPD und anderer rechtsextremistischer Vereinigungen geworden. Sie versuchen, ihr Auftreten in der Öffentlichkeit und ihre menschenverachtende Ideologie zu einem festen Bestandteil des Alltags zu machen. 
Jede Kommune in der Metropolregion kann unvermittelt und unvorbereitet von rechtsextremistischen Aktivitäten betroffen werden. Dieser Entwicklung muss mit aller Entschiedenheit entgegengewirkt werden. Deshalb sind alle Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen aufgerufen, sich den Rechtsextremisten mit ihrer verfassungsfeindlichen Agitation entgegenzustellen. Ein klares öffentliches Eintreten für Vielfalt und Menschenrechte sind wichtige Signale dafür, dass wir in der Metropolregion unsere demokratischen Werte entschlossen verteidigen.

Gründung der Allianz

Am 19. März 2009 wurde auf Initiative des Menschenrechtsbüros und der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken e.V. / Ansbach Stadt und Landkreis im Historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg die „Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg“ gegründet und ein erstes Handlungsprogramm als Arbeitsgrundlage vorgelegt.

Weitere Informationen über die Gründungsversammlung befinden sich unter...

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Allianz zum NPD-Verbot

Die Vorsitzenden der Allianz gegen Rechtsextremismus, deren Mitglieder so häufig mit den gefährlichen Auswirkungen der rechtsextremen Propaganda in der Metropolregion konfrontiert werden, sind bestürzt über diese Entscheidung.

Der Vorsitzende der Allianz gegen Rechtsextremismus, Stephan Doll, ist überzeugt, dass "von einem Verlust räumlicher Dominanzansprüche keinesfalls gesprochen werden kann."

Zur Pressemitteilung -->

13. Erinnerungstag im deutschen Fußball – Jan. 2017

Die Initiative NIE WIEDER im deutschen Fußball erinnert auch in diesem Jahr wieder an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 72 Jahren. Am Erinnerungstag um den 27. Januar beteiligen sich überwiegend Fan-Gruppierungen, viele Profi- und zunehmend auch Amateurvereine.

Bundesweit werden zum Rückrundenauftakt Gedenkveranstaltungen unterschiedlichster Art durchgeführt, so zum Beispiel Lesungen über verfolgte, vertriebene oder ermordete Sportler, Theateraufführungen, Choreographien oder Stadiondurchsagen und Veröffentlichungen in den unterschiedlichen Vereinsmedien. Bei den Amateurvereinen bieten sich zu Beginn des Jahres 2017 Hallenturniere und der Rückrundenauftakt an bei denen beispielsweise Stadiondurchsagen und Veröffentlichungen  in den Vereinsmedien gemacht werden.

Die Textvorschläge und für die Stadiondurchsage und für Vereinsschriften können mit nachfolgendem Link aufgerufen werden:

Stadiondurchsage -->

Stadionmagazin, Vereinsmedien -->

Auch Nürnberg beteiligt sich an der Aktion NIE WIEDER im deutschen Fußball und erinnert an den ehemaligen jüdischen Clubtrainer Jenö Konrad, der bereits 1932 aufgrund der üblen Nachstellungen von Julius Streicher Deutschland verlassen hat. Zum Andenken an Jenö Konrad wird im Nürnberger Staatstheater am 29. Januar um 17:00 Uhr in der Bluebox das Theaterstück „Linke Läufer – Erster sein“ aufgeführt. Autor des Theaterstücks ist Albert Ostermaier (Keeper der Literatur-Nationalmannschaft). Im Anschluss an die Aufführung findet eine Gesprächsrunde mit dem Autor, den beiden Schauspielern und zwei Fußballfans statt, die von Günther Koch moderiert wird. 

Hass, Menschenfeindlichkeit und Gewalt in Deutschland - 02.02.2017

Gesellschaftliche  Ursachen  und  politische Gegenstrategien

Donnerstag, 2. Februar 2017

Beginn: 19 Uhr

Nürnberg, Marmorsaal im Presseclub (Gewerbemuseumsplatz  2)

mit

Prof. Dr. Elmar Brähler

langjähriger Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig, Mitverfasser der Studie „Die enthemmte Mitte. Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland“

Werner Fröhlich

Diplom-Soziologe, Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Soziologie, Mitverfasser der Studie „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Bayern“

Es dikutieren anschließend:

Katharina Schulze

MdL, stv. Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus

Dr. Florian Herrmann

MdL, CSU, Vorsitzender des Ausschusses für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport

 

Moderation: Franziska  Holzschuh, Redakteurin, Nürnberger Nachrichten

Flyer -->

Tagung: „Die Menschenfreundlichkeit Gottes leben – aber wie?" 7-8.02.2017, Tutzing

„Die Menschenfreundlichkeit Gottes leben – aber wie? – Rechtsextremismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Kirche“ am 7./8. Februar 2017 in der Evangelischen Akademie Tutzing

Die Tagung beschäftigt sich mit der Frage, wie sich kirchliches Handeln für Demokratie und Toleranz, gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit organisieren muss. Dabei wird u.a. das Handlungskonzept der bayerischen Landeskirche vorgestellt – und es wird hinterfragt, inwiefern dieses Konzept andere evangelische Landeskirchen oder katholische Bistümer dazu motiviert, ähnliche Schritte einzuleiten und wo diese beispielhaft stehen.

Einladungsflyer mit Programm -->

Weitere Informationen und Anmeldung -->

18.11.2016

Gastrobroschüre – Tipps und Informationen für Gastronomie und Hotellerie

Gastronomie und Hotellerie ist traditionell kosmopolitisch und sehr “bunt“.  Viele der Gastronominnen und Gastronomen, der Hoteliers und nicht zuletzt viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus den verschiedensten Ländern der ganzen Welt oder haben dort Wurzeln.

Und doch finden oftmals in Nebenräumen von Gaststätten oder Hotels Veranstaltungen von Rechtsextremen und Rechtspopulisten statt, die dabei Strategien zur Verbreitung ihrer menschenverachtenden Ideologien entwickeln.

Rechtsextremisten und Rechtspopulisten befeuern immer stärker die politischen Konflikte, um Sorgen und Ängste von Menschen gezielt für ihre Zwecke auszunutzen. Sie hetzen gegen vermeintliche Überfremdung, aber auch gegen unsere Demokratie und missbrauchen elementare Freiheitsrechte unseres Grundgesetzes.

Mit dieser Broschüre möchten wir alle Verantwortlichen in der Gastronomie und Hotellerie sowie der Zulieferbetriebe und alle Vermieterinnen und Vermieter von Gaststätten, Restaurants, Kneipen, Vereinsheimen und Hotels ermuntern, rassistischen und demokratiefeindlichen Personen ihre Räume zu verweigern.

Die Broschüre können Sie hier herunterladen -->

Oder Druckexemplare über die Geschäftsstelle bestellen -->

Feindliche Einstellungen gegen Flüchtlinge, Roma und Sinti und Muslime in Bayern

"Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit  ist auch  in Bayern ein  verbreitetes Phänomen", zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie des Instituts für Soziologie der LMU München. Abwertung erfahren insbesondere Muslime, Langzeitarbeitslose, Sinti und Roma sowie Geflüchtete. Die allgemeine Ausländer-Feindlichkeit ist hingegen weniger verbreitet.

--> Forschungsbericht "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Bayern" (pdf)

Hoax Map

Spätestens seit Mitte des vergangenen Jahres ist zu beobachten, dass zunehmend Gerüchte über Asylsuchende* in die Welt gesetzt und viral verbreitet werden. Von gewilderten Schwänen und geschändeten Gräbern - hier werden sie gesammelt.

Die enthemmte Mitte – rechtsextreme und autoritäre Einstellung 2016

Die Studie „Die enthemmte Mitte – rechtsextreme und autoritäre Einstellung 2016“ fördert einen auf den ersten Blick überraschenden Befund zu Tage. Hinsichtlich der Verbreitung der klassischen politischen Einstellungen, die Rechtsextremismus charakterisieren, macht die aktuelle Erhebung nur geringfügige Änderungen zur letzten Studie 2014 aus.

Die Antworten auf die Fragen zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zeigen eine Abnahme generalisierter Vorurteile bei einer gleichzeitig gewachsenen Fokussierung auf Asylbewerberinnen und Asylbewerber, Islamfeindschaft sowie auf Sinti und Roma.

Eine Polarisierung der gesellschaftlichen Mitte lässt sich aus den Befunden der Studie ableiten. Zum einen ergibt sich aus den Befragungen eine Radikalisierung einzelner Teile – zum anderen kann man eine Zunahme der demokratischen Einstellungen in der Mitte nachweisen.

Der Vorstand der Allianz, Stephan Doll beschreibt die Studie treffend so:
"Die Studie zeigt bei der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit erschreckende Ergebnisse bezogen auf Asylbewerberinnen und Asylbewerber, Islamfeindlichkeit und Sinti und Roma auf. Die Studie spricht auf von einer zunehmenden Radikalisierung (Gewaltbereitschaft) und einer zunehmenden Polarisierung."

Die Studie zum Download und weitere Informationen:

www.boell.de/<wbr />polarisiertemitte

Sport und Flüchtlinge - Tipps und Hinweise für Sportvereine für die Arbeit mit Flüchtlingen

Downloaden hier -->

Die Broschüre können Sie in der Geschäftsstelle kostenlos bestellen.

Informationen zum Schutz gegen Raumanmietungsversuche von Rechtsextremisten

zum Download