Veranstaltungshinweis: Frauen und Rechtsextremismus

Auch wenn Beate Zschäpe als Mitglied des mordenden "Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU)" inzwischen einschlägig und prominent bekannt ist, bleibt die Rolle von Frauen in der extremen Rechten im Allgemeinen doch erstaunlich oft unbeleuchtet. Denn nicht ganz zu Unrecht gilt diese Szene den meisten Außenstehenden als Hort stumpfer traditioneller Männlichkeit. Gleichwohl haben Frauen einen erheblichen Anteil an Aufrechterhaltung und Stärkung nationalistischer, rassistischer und völkischer Strömungen, und Geschlechterideologien sind auch in diesem Spektrum nicht unberührt von diskussionswürdigen Modernisierungen und Nuancierungen. Die Vortragsreihe gibt Einblicke in diese und weitere Facetten des Themas.

Vortragsreihe der Akademie Caritas-Pirkheimer-Haus "Frauen und Rechtsextremismus" in Nürnberg 2015/2016 in Kooperation mit dem Bildungskreis der Allianz.

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Welche spezifische Formen des Milieurassismus und der ethnischen Diskriminierung finden sich im öffentlichen Diskurs und in der Medienberichterstattung wieder? Wie werden diese wiedergegeben in medialen Berichte über Gewalttaten an Frauen und Mädchen wieder? Je stärker sie in traditionell und dörflich orientierte Familienstrukturen eingebunden sind, desto kulturessentialistischer werden ihre Gewalterfahrungen kommentiert. Davon ist auch die Rechtsprechung betroffen. Nach dem Motto weil ihre Kultur so ist, werden relativierende Urteile und Handlungen beschlossen. Basierend auf den unterschiedlichen Konstruktionen die vom Milieu und von der Ethnie im öffentlichen Diskurs ausgehen, wird die Referentin den Zusammenhang gängiger Klischees zum Rechtsradikalismus aufzeichnen, welche der rechten Gewalt Vorschub geben.

Dazu lädt die Institut für Pädagogie und Schulpsychologie in Nürnberg ein

Referentin: Dr. Meltem Kulacatan

Ort: Haus der Pädagogik, Fürther Straße 80a

Datum: 14. 03. 2016

Zeit: 14.30-17.30 Uhr

 

Weitere Informationen zur Veranstaltungà

„Demokratie stärken – Rechtsradikalismus bekämpfen“

Der Markt Hirschaid zeigt vom 14. bis 31. März 2016 die Wanderausstellung „Demokratie stärken-Rechtsradikalismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung im Schloss Sassanfahrt.

Gerade in den Zeiten der Flüchtlingskrise sind heute vermehrt Stimmen zu hören, die unsere Demokratie gefährden. Der Rechtsradikalismus erstarkt nicht nur in Sachsen und anderen Bundesländern, sondern auch bei uns. Dagegen muss sich die Demokratie und müssen sich alle demokratischen Bürgerinnen und Bürger wehren. Die Ausstellung zeigt, woran man rechtsradikale Aussagen erkennt und wie man ihnen begegnet.

Wir bieten damit Schulklassen, Vereinen und Einzelbesuchern im gesamten oberfränkischen Raum die Möglichkeit, sich über die Gefahren, die von Rechtsradikalen ausgehen, zu informieren. Für einen Besuch der Ausstellung setzen Sie sich bitte direkt mit dem Schloss Sassanfahrt (Annette Schäfer, 0 95 43 / 44 01 87-0) in Verbindung.