13. Erinnerungstag im deutschen Fußball – Jan. 2017

Die Initiative NIE WIEDER im deutschen Fußball erinnert auch in diesem Jahr wieder an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau vor 72 Jahren. Am Erinnerungstag um den 27. Januar beteiligen sich überwiegend Fan-Gruppierungen, viele Profi- und zunehmend auch Amateurvereine.

Bundesweit werden zum Rückrundenauftakt Gedenkveranstaltungen unterschiedlichster Art durchgeführt, so zum Beispiel Lesungen über verfolgte, vertriebene oder ermordete Sportler, Theateraufführungen, Choreographien oder Stadiondurchsagen und Veröffentlichungen in den unterschiedlichen Vereinsmedien. Bei den Amateurvereinen bieten sich zu Beginn des Jahres 2017 Hallenturniere und der Rückrundenauftakt an bei denen beispielsweise Stadiondurchsagen und Veröffentlichungen  in den Vereinsmedien gemacht werden.

Die Textvorschläge und für die Stadiondurchsage und für Vereinsschriften können mit nachfolgendem Link aufgerufen werden:

Stadiondurchsage -->

Stadionmagazin, Vereinsmedien -->

Auch Nürnberg beteiligt sich an der Aktion NIE WIEDER im deutschen Fußball und erinnert an den ehemaligen jüdischen Clubtrainer Jenö Konrad, der bereits 1932 aufgrund der üblen Nachstellungen von Julius Streicher Deutschland verlassen hat. Zum Andenken an Jenö Konrad wird im Nürnberger Staatstheater am 29. Januar um 17:00 Uhr in der Bluebox das Theaterstück „Linke Läufer – Erster sein“ aufgeführt. Autor des Theaterstücks ist Albert Ostermaier (Keeper der Literatur-Nationalmannschaft). Im Anschluss an die Aufführung findet eine Gesprächsrunde mit dem Autor, den beiden Schauspielern und zwei Fußballfans statt, die von Günther Koch moderiert wird. 

Bericht: Info-Veranstaltung für Sportvereine am 29.Oktober 2016

Der Arbeitskreis „Sport gegen Rechtsextremismus“ veranstaltete am 29. Oktober 2016 in den Geschäftsräumen von Greuther Fürth eine Info-Veranstaltung für Sportvereine. Die große Teilnehmerzahl und die regen Diskussionen zeigten, dass die angesprochenen Themen für Sportvereine sehr aktuell und wichtig sind. Die Veranstaltung war offensichtlich so interessant, dass einige Teilnehmer sogar aus Sonneberg, Bayreuth und Rothenburg sich die Zeit nahmen und sich informierten.

Vier Schwerpunktthemen standen auf der Tagesordnung:

è Rechtsextremismus erkennen: Symbole, Codes, Slogans, Kleidungsmarken, Kleidungsmarken, Musik-Bands, Gruppierungen usw..     

Referenten: Christian Böncker (Fanprojekt Fürth) und Katja Erlspeck-Tröger (Fanprojekt 1. FC Nürnberg)

è Was kann man im Verein tun? Rechtsradikale, Rassisten, Neonazis – wie wird man sie los?

Referent: Rechtsanwalt Fabian Reinholz, Berlin

è Prävention: Umgang mit Rechtsextremismus und Rassismus in der Jugendarbeit

Referent: Stefan Schmidt, pädagogischer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der SpVgg Fürth

è „Offene Vereinskultur“ – politisches und gesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus
Referentin: Vorstandsmitglied der Allianz gegen Rechtsextremismus, Bürgermeisterin der Stadt Erlangen Dr. Elisabeth Preuss, Erlangen

Zahlreiche Fragen konnten durch alle Referenten problemlos beantwortet werden.

Durchwegs positive Rückmeldungen erhielten wir. Nach der Veranstaltung schrieb uns der Hauptjugendleiter des TSV 2000 Rothenburg (Auszug):

„Besonders die Verbindung von rechtlichen Grundlagen und praktischen Erfahrungen aus der aktiven Vereinsarbeit sowie Umgang mit Symbolen, Slogans Kleidung usw. fand ich sehr gelungen.

Die erörterten Themen, aber auch die Tipps und  Methoden zur Prävention, sind für mich als Hauptjugendleiter des TSV 2000 Rothenburg äußerst informativ gewesen und auch wichtig für zukünftige Vereins-Veranstaltungen und meiner Jugendarbeit bezüglich Sensibilisierung und Früherkennung von Rechtsextremismus und Rassismus.“

Claudia Blöchl vom 1. FC Eschenau äußerte sich am Ende der Information wie folgt:

 „Als Jugendleiterin des 1 FCE und als Koordinator für verschiedene Sportvereine in Flüchtlingsfragen in der Marktgemeinde Eckental bin ich sehr gut informiert. Und dennoch habe in Fürth wieder viele interessante und wissenswerte Dinge erfahren. Die Teilnahme hat sich gelohnt.“

Im Anschluss an die Diskussionsrunde ermöglichte die Spielvereinigung Greuther Fürth den kostenlosen Besuch des Zweitligaspiels Greuther Fürth gegen Kaiserslautern.

Aufgrund des großen Erfolgs der Info-Veranstaltung wird für 2017 eine weitere Info-Veranstaltung geplant – evtl. mit einer kostenlosen Teilnahme bei einem  Zweitligaspiel beim 1. FC Nürnberg.

 

 

Sport und Rechtsextremismus - 29. Oktober 10-12 Uhr

Sehr geehrte Ehrenamtliche im Sportverein,

wir laden Sie herzlich zur

Info-Veranstaltung „Sport und Rechtsextremismus“

am Samstag, 29. Oktober 2016, 10 Uhr bis 12 Uhr, bei der SpVgg Greuther Fürth ein.

Als kleines Bonbon laden wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugleich ein, im Anschluss um 13 Uhr kostenlos die Zweitliga-Partie gegen den 1. FC Kaiserlautern im Sportpark Ronhof zu besuchen.

Die Info-Veranstaltung ist ein Angebot für Sie, die Verantwortlichen aus dem Breitensport, die auch über den Sport hinaus großen gesellschaftlichen Einfluss haben. In der Metropolregion Nürnberg betreibt seit Jahren die „Allianz gegen Rechtsextremismus“ wichtige Aufklärungsarbeit zu diesem Thema – auch Ihr/e Gemeinde/Stadt/Landkreis/Organisation ist darin Mitglied. Der Arbeitskreis Sport in der „Allianz gegen Rechtsextremismus“ organisiert nun diese kostenlose Veranstaltung.

Folgende Themen werden behandelt:

  • Rechtsextremismus erkennen: Symbole, Slogans, Kleidungsmarken, Codes, Kleidung, Musik-Bands, Gruppierungen
  • Was kann man im eigenen Verein tun?: Satzungsfragen (z.B. auch Mietrecht der Gaststätte), Beratungsangebote, Tipps
  • Prävention: Methoden und Inhalte z.B. für die Jugendabteilung
  • „Offene Vereinskultur“

Hier geht´s zur vollständigen Einladung -->

Hier geht´s weiter auf die Seite der AK Sport der Allianz gegen Rechtsextremismus -->

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Sport

Was können Sportvereine gegen Rechtsextremismus und Rassismus im Sport tun?

„Wenn ich Rechtsextremist wäre, ich wüsste, was ich zu tun hätte! Ich ginge in den Sportverein!“ Diese Aussage stammt vom ehemaligen DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger und trifft heute mehr denn je zu. Weit über 60% der Bevölkerung treibt aktiv Sport oder ist an Sport sehr interessiert. Das wissen auch rechtsextreme Parteien und Gruppierungen und versuchen, den organisierten Sport zu unterwandern. Sportvereine sind für Rechtsextremisten von besonderem Interesse, da dort fast die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen aktiv ist. Anfangs unverfängliche Kontaktaufnahmen entpuppen sich allzu oft als politische Infiltration durch rechtsextremes Gedankengut.

Vorschläge

  • Sensibilisieren der Vereinsführung, der Trainerschaft, des Betreuerteams, der Sportlerinnen und Sportler, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie Eltern zum Erkennen rechtsextremistischer, fremdenfeindlicher und diskriminierender Äußerungen und Aktivitäten im Sport und dessen Umfeld.
  • Konsequentes Vorgehen gegen jegliche Form rechtsextremer Erscheinungsformen.
  • Benennung einer/eines Ansprechpartnerin/Ansprechpartners im Verein für vertrauliche Gespräche mit betroffenen Personen.
  • Aufnahme und Integration von Vereinsmitgliedern mit Migrationshintergrund in alle Ebenen des Vereins.
  • Einrichtung von Workshops, in denen sich die Sportlerinnen und Sportler mit dem Nationalsozialismus und den modernen Formen des Rechtsextremismus auseinandersetzen.
  • Erstellen eines Verhaltenskodex‘ für die Vereinsmitgliedschaft und Verpflichtung der Vereinsmitglieder zur Einhaltung desselben.
  • Durchführung von Jugendturnieren unter dem Motto „Fair Play“. Auszeichnung der fairsten Spielerinnen und Spieler, Mannschaften und Zuschauergruppen.
  • Überprüfung und Anpassung der Vereinssatzungen im Hinblick auf die Mitgliedschaft von rechtsextremistischen Mitgliedern und Anpassung der Sportstätten- und Stadionordnungen.

„… Anfangs unverfängliche Kontaktaufnahmen entpuppen sich allzu oft als politische Infiltration durch rechtsextremes Gedankengut. *)

  *) Quelle: Homepage „Verein(t) gegen Rechtsextremismus“ – Bundesinnenministerium des Innern

Sport und Flüchtlinge - Tipps und Hinweise für Sportvereine für die Arbeit mit Flüchtlingen

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Die Broschüre können Sie in der Geschäftsstelle kostenlos bestellen.