Gedenkveranstaltung für die Opfer der „Nürnberger Rassengesetze“

Am 15. September 2022 jährt sich die Verkündung der „Nürnberger Rassengesetze“ zum 87. mal.

Die „Nürnberger Rassengesetze“ wurden am 15. September 1935 während des 7. Reichsparteitags der NSDAP vom dazu eigens einberufenen und im damaligen Nürnberger Kulturvereinshaus am Frauentorgraben tagenden Reichstag erlassen. Das „Blutschutzgesetz“ verbot Eheschliessungen zwischen Juden und „Deutschblütigen“; das „Reichsbürgergesetz“ würdigte alle Menschen jüdischen Glaubens zu Staatsbürgern mit eingeschränkten Rechten herab. Auf direkte Anweisung von Reichsinnenminister Frick vom 3. Januar 1936 wurden Sinti und Roma ebenso den diskriminierenden Bestimmungen der „Nürnberger Gesetze“ unterworfen. Verbindungen zwischen Sinti/Roma und Nicht-Sinti/Roma wurden untersagt und unter Strafe gestellt. Zahlreiche Angehörige der Minderheit wurden in der Folgezeit wegen sogenannter „Rassenschande“ in Konzentrationslager deportiert.

Aus diesem Anlass findet auf Einladung der Stadt Nürnberg am Donnerstag, den 15. September 2022 um 11.00 Uhr eine Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Sinti und Roma (Ecke Frauentorgraben/Färbertor) statt.