NSU-Ausschuss in Bayern – und jetzt? Gemeinsam widerständig!

"Anerkennen. Aufklären. Verändern" - In Anknüpfung an das diesjährige Tribunal „NSU-Komplex auflösen" in Nürnberg, wird dieser Dreiklang weitergeführt.

Veranstaltung am Donnerstag, 13.10.22, 19:00, in der Villa Leon, Nürnberg
 

Vom NSU-Komplex zu Hanau zu rassistischen Polizeimorden – am rassistischen Normalzustand ändert sich wenig. Kann ein 2. NSU-Untersuchungsausschuss etwas dazu beitragen, was einst als „lückenlose Aufklärung" versprochen wurde? Bislang sieht es nicht danach aus. Auf staatliche Strukturen, das zeigt der Alltag immer wieder, ist kein Verlass. Den Kampf gegen Rassismus führen in erster Linie Betroffene und zivilgesellschaftliche Initiativen. Es soll nicht so bleiben, wie es ist. Daher müssen wir weiter gemeinsam widerständig bleiben.

Anerkennen: Gemeinsam mit weiteren Organisationen hat DIDF (Föderation Demokratischer Arbeitervereine e.V.) einen Forderungskatalog zum Gedenken des NSU-Komplex in Nürnberg erstellt. Der aktuelle Stand wird präsentiert. 

Aufklären: Robert Andreasch, von a.i.d.a. (Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e. V.). ist freier Autor und beobachtet den NSU-Untersuchungsausschuss. Er stellt dar, ob der 2. Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtages tatsächlich neue Erkenntnisse liefern kann oder nur ein Feigenblatt darstellt.

Veränderung: Akim Gubara von der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD) spricht über kolonial-rassistische Kontinuitätslinien in Deutschland und stellt die antirassistischen Kämpfe in den Mittelpunkt.

Anschließend gibt es Gelegenheit für Gespräche, Kennenlernen und Vernetzung in der Çayhaus-Kneipe.

 

Ort der Veranstaltung:
Kulturladen Villa Leon
Philipp-Koerber-Weg 1
90439 Nürnberg